Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
ThyPoAI EU.inc – Plattform für professionelle Ernährungsberatung
Stand: April 2026
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Leistungen, die über die Plattform ThyPoAI EU.inc (nachfolgend „Plattform" oder „Betreiber") erbracht werden. Betreiber der Plattform ist:
ThyPoAI EU.inc
TESTStraße 123
84000 Testhausen
Die Nutzung der Plattform setzt die vollständige und vorbehaltlose Zustimmung zu diesen AGB voraus. Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Betreiber stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Leistungsbeschreibung
ThyPoAI EU.inc ist eine digitale Software-as-a-Service (SaaS)-Plattform, die folgende Kernfunktionen für registrierte Ernährungsberater und deren Klienten bereitstellt:
- Digitale Klientenverwaltung und Anamnese-Erfassung
- Erstellung und Verwaltung individueller Ernährungspläne auf Basis der BLS-4.0-Nährstoffdatenbank
- Erfassung und Analyse von Laborwerten (Blutbild, Vitamine, Mineralstoffe)
- Differenzanalyse zwischen SOLL- und IST-Nährstoffversorgung
- Supplement-Empfehlungen auf Basis EU-zugelassener Health Claims
- Online-Terminbuchung und Zahlungsabwicklung über Stripe
- Klienten-Self-Service-Portal für den digitalen Zugang zu Plänen und Empfehlungen
- Rezept- und Tagesvorlagen-Verwaltung
Kein Medizinprodukt: Die Plattform ist ein Verwaltungs- und Kommunikationswerkzeug. Sie stellt kein Medizinprodukt dar und ersetzt weder eine ärztliche Diagnose noch eine medizinische Behandlung. Sämtliche Ernährungsempfehlungen sind als individuelle Beratungsleistung des jeweiligen Beraters zu verstehen und nicht als Heilversprechen oder medizinische Therapie.
§ 3 Vertragsschluss
Der Vertrag zwischen dem Betreiber und dem Nutzer (Berater oder Klient) kommt mit der erfolgreichen Registrierung und der Bestätigung der E-Mail-Adresse zustande. Bei Beratern tritt der Vertrag erst mit der ausdrücklichen Freigabe des Kontos durch den Betreiber in Kraft.
Der Nutzer muss bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben machen. Falschangaben berechtigen den Betreiber zur sofortigen Sperrung oder Löschung des Kontos ohne Erstattungsanspruch.
§ 4 Pflichten der Berater
Berater verpflichten sich mit der Registrierung zur Einhaltung folgender Grundsätze:
- Qualifikationsnachweis: Berater müssen über eine anerkannte Ausbildung oder Qualifikation im Bereich Ernährungsberatung verfügen und diese auf Anfrage nachweisen können.
- Unabhängige Beratung: Berater beraten ausschließlich im Interesse ihrer Klienten. Jede Form von versteckter Produktwerbung oder provisionsbasierten Empfehlungen ist untersagt.
- Schweigepflicht: Berater sind zur Verschwiegenheit über alle im Rahmen der Beratung erlangten Informationen verpflichtet.
- Zugangsdaten: Berater sind für die sichere Aufbewahrung ihrer Zugangsdaten verantwortlich. Sie haften für alle Aktivitäten, die über ihr Konto vorgenommen werden.
- Keine Weitergabe: Berater dürfen ihre Zugangsdaten nicht an Dritte weitergeben.
- Aktualität der Daten: Berater halten ihre Profilangaben stets aktuell.
- Meldepflicht: Sicherheitsvorfälle, Datenlecks oder Verdacht auf unbefugten Zugriff sind dem Betreiber unverzüglich zu melden.
Berater handeln als selbstständige Unternehmer und nicht als Angestellte oder Beauftragte des Betreibers. Der Betreiber haftet nicht für die Qualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der von Beratern erbrachten Beratungsleistungen.
§ 5 Pflichten der Klienten
- Klienten machen bei der Anamnese und in allen Formularen wahrheitsgemäße Angaben.
- Klienten informieren ihren Berater über alle relevanten gesundheitlichen Veränderungen.
- Klienten bewahren ihre Zugangsdaten sicher auf und geben sie nicht weiter.
- Klienten sind sich bewusst, dass Ernährungsberatung keine ärztliche Behandlung ersetzt. Bei medizinischen Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen.
§ 6 Vergütung & Zahlung
Die Zahlungsabwicklung zwischen Klient und Berater erfolgt ausschließlich über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe, Inc. / Stripe Payments Europe, Ltd.). Es gelten zusätzlich die Nutzungsbedingungen von Stripe. Der Betreiber tritt als technischer Vermittler auf, ist jedoch nicht Vertragspartei des Beratungsvertrags zwischen Klient und Berater. Direktzahlungen außerhalb der Plattform sind nicht gestattet.
Klienten zahlen keine Gebühren an den Betreiber; ihre Zahlungen gehen vollständig an den jeweiligen Berater, abzüglich der unten beschriebenen Plattformgebühr.
6.1 Pay-Per-Use-Modell für Berater
Die Plattform wird nach einem Pay-Per-Use-Modell abgerechnet. Es fallen keine monatlichen Fixkosten oder Abonnementgebühren an. Pro abgerechneter Beratungsleistung (z.B. Ernährungsplan, Beratungstermin) zieht der Betreiber eine Plattformgebühr ein. Der verbleibende Betrag wird an den Berater ausgezahlt. Der aktuelle Provisionssatz ist in den Plattformeinstellungen hinterlegt und wird dem Berater transparent im Abrechnungsbereich angezeigt.
6.2 Monatliche Auszahlung
Auszahlungen an Berater erfolgen monatlich. Vor der Auszahlung werden etwaige Verbindlichkeiten des Beraters gegenüber anderen Beratern (Sharing-Gebühren gemäß § 6.3) mit aufgelaufenen Gutschriften verrechnet. Der verbleibende Nettobetrag wird ausgezahlt.
6.3 Rezept- und Tagesvorlagen-Nutzungsgebühren (Sharing)
Berater können eigene Rezepte und Tagesvorlagen im Berater-Netzwerk der Plattform zur Verfügung stellen. Nutzt ein Berater das geteilte Rezept oder die geteilte Tagesvorlage eines anderen Beraters in einem Klientenplan, fällt eine Nutzungsgebühr an.
Diese Nutzungsgebühren werden zu 100 % an den teilenden Berater weitergegeben. Der Betreiber erhebt auf Sharing-Gebühren keine eigene Marge. Forderungen und Gutschriften aus dem Sharing werden vor der monatlichen Auszahlung miteinander verrechnet (§ 6.2). Die aktuellen Gebührensätze sind in den Plattformeinstellungen einsehbar.
6.4 Preisanpassungen
Der Betreiber behält sich vor, Provisionssätze und Sharing-Gebühren jederzeit anzupassen, sofern wirtschaftliche oder technische Entwicklungen dies erfordern. Änderungen werden den Beratern per E-Mail und über die Plattform bekannt gegeben. Die weitere Nutzung der Plattform nach Inkrafttreten neuer Preise gilt als Zustimmung. Wesentliche Änderungen am Vergütungsmodell werden mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen kommuniziert.
§ 7 Haftungsbeschränkung
Der Betreiber haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.
Im Übrigen ist die Haftung des Betreibers auf den typischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Insbesondere haftet der Betreiber nicht für:
- Beratungsfehler: Inhaltliche Fehler, Unterlassungen oder Schäden, die aus der Ernährungsberatung durch selbstständige Berater entstehen. Berater sind eigenverantwortliche Unternehmer; ihre Beratungsleistung liegt allein in ihrer Verantwortung.
- Datenverlust durch Dritte: Schäden durch unbefugten Zugriff Dritter (Hacking, Phishing, Malware), sofern der Betreiber alle branchenüblichen und zumutbaren technischen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hat.
- Missbrauch von Zugangsdaten: Schäden, die daraus entstehen, dass ein Nutzer seine Zugangsdaten nicht ausreichend geschützt oder an Dritte weitergegeben hat.
- Höhere Gewalt: Ausfälle und Schäden durch Ereignisse, die außerhalb des Einflussbereichs des Betreibers liegen (z.B. Naturkatastrophen, Stromausfälle, Angriffe durch staatliche Akteure, Pandemien, Internet-Backbone-Ausfälle).
- Drittanbieter: Schäden durch Ausfälle oder Fehler bei Drittanbietern wie Stripe, Cloud-Anbietern oder E-Mail-Dienstleistern.
- Datenvollständigkeit: Unvollständige, veraltete oder fehlerhafte Nährstoffangaben in der BLS-4.0-Datenbank oder anderen Datenquellen.
- Gesundheitsschäden: Gesundheitliche Folgen, die auf die Umsetzung von Ernährungsempfehlungen zurückzuführen sind. Für die Richtigkeit und Eignung individueller Empfehlungen haftet ausschließlich der beratende Ernährungsberater.
Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch für Erfüllungsgehilfen des Betreibers.
§ 8 Datensicherheit
Der Betreiber setzt technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) gemäß Art. 32 DSGVO ein, um die Sicherheit der gespeicherten Daten zu gewährleisten. Dazu gehören insbesondere verschlüsselte Datenübertragung (TLS/HTTPS), Zugriffskontrolle, regelmäßige Backups sowie Hosting ausschließlich auf Servern innerhalb der Europäischen Union.
Kein absoluter Schutz: Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen kann eine vollständige Sicherheit vor Cyberangriffen technisch nicht garantiert werden. Der Betreiber haftet nicht für Schäden, die durch Angriffe entstehen, gegen die trotz zumutbarer Maßnahmen kein wirksamer Schutz möglich war. Nutzer werden gebeten, ihren Berater und den Betreiber unverzüglich zu kontaktieren, sobald sie Hinweise auf einen Sicherheitsvorfall bemerken.
Im Falle einer Datenpanne handelt der Betreiber gemäß Art. 33 und 34 DSGVO: Meldung an die zuständige Aufsichtsbehörde innerhalb von 72 Stunden sowie – bei hohem Risiko – Benachrichtigung der betroffenen Nutzer.
§ 9 Verfügbarkeit
Der Betreiber bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform, garantiert jedoch keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungsarbeiten, Updates oder technische Störungen können zu vorübergehenden Ausfällen führen. Ein Anspruch auf Schadensersatz wegen Nichtverfügbarkeit besteht nicht, sofern der Betreiber nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat.
§ 10 Kündigung
Nutzer können ihr Konto jederzeit ohne Angabe von Gründen in den Account-Einstellungen löschen. Der Betreiber kann ein Konto mit sofortiger Wirkung sperren oder löschen, wenn:
- ein Verstoß gegen diese AGB vorliegt,
- der begründete Verdacht auf Missbrauch oder rechtswidrige Nutzung besteht,
- ein Nutzer falsche Angaben bei der Registrierung gemacht hat,
- ein Sicherheitsrisiko für andere Nutzer oder die Plattform festgestellt wird.
Im Falle einer Sperrung durch den Betreiber besteht kein Anspruch auf Wiederherstellung des Kontos oder Erstattung bereits gezahlter Beträge, soweit der Nutzer die Sperrung durch eigenes Fehlverhalten verursacht hat.
§ 11 Änderungen der AGB
Der Betreiber behält sich vor, diese AGB jederzeit zu ändern. Nutzer werden über wesentliche Änderungen per E-Mail oder durch einen Hinweis beim nächsten Login informiert. Die weitere Nutzung der Plattform nach Inkrafttreten der geänderten AGB gilt als Zustimmung. Widerspricht ein Nutzer den geänderten AGB, hat er das Recht, sein Konto zu löschen.
§ 12 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Unternehmern ist der Sitz des Betreibers.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen am nächsten kommt.
Hinweis: Diese AGB wurden unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtslage erstellt.